Besuch bei Tesla Motors 19th November, 08
Tesla Motors ist so etwas wie der rebellische Sohn von Ferrari, der aus Protest eine Affaere mit einer BBB hat - einer Big Beautiful Battery.
Tesla Motors stellt naemlich Elektroautos her - und zwar keine dreiraedrigen Troedler, sondern blitzschnelle Sportwaegen.
Von 0 auf 100 in 3.9 Sekunden.
200km/h Maximalspeed (wobei der elektronisch limitiert ist).
250 PS.
Gewicht der Batterie: 450kg.
350km Reichweite - eine Tankfuellung kostet 3,5 Stunden Strom.
Die Ladezeit ist natuerlich nachteilig, wenn man es eilig hat, aber abgesehen von der Ladezeit kann ich keine Nachteile gegenueber einem Benzin-Sportwagen sehen. Bis auf den Preis - 99.000 Euro kostet der 2009MY Roadster fuer den Europaer, der Amerikaner bekommt ihn fuer 109.000$ geschenkt.
Die Wagenteile werden grossteils in Grossbritannien hergestellt (Ultraleichtbauteile und Carbonparts), dann wird alles in die USA geschifft und dort an die umweltschutzbewussten Millionaere verhoekert.
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Eine nette Empfangsdame erklaert sich bereit, mir und meiner Coreporterin Zutritt zur Werkstatt zu gewaehren. Ein Mechaniker kommt aus einem Gang auf uns zu.
“Can I show them the Roadster, Mike?” Nennen wir ihn halt mal Mike.
…
Betretenes Schweigen.
“No.”
…
Noch etwas betreteneres Schweigen.
Mike beginnt zu lachen. Die Empfangsdame reibt sich den naiven Kopf und fuehlt sich unter Gespoett des Mechanikers wohl ganz schoen verarscht, da kann ihr Hemd noch so sauber sein. “Sure you can show it to them!”
Unsere freundliche Ausstellerin oeffnet den Kofferraum-Deckel. “So, here’s the engine and the battery..”

What the fuck. Da ist nichts. Ich sehe zwei dicke Plastikboxen und einen minimalen Kofferraum. Die Boxen sind etwa anderthalb Meter lang und ca. 40cm hoch und breit. “Thats the engine and the battery.”
“You mean, that’s it? Thats all? Whats in the front then?!”
Die Dame geht um den Wagen herum und oeffnet die gefaehrlich aussehende Frontklappe. Ich sehe Schlaeuche und eine luftige Anordnung von verschiedenenen Pumpen, Platinen und Boxen. “That’s for the cooling of the battery and the engine, and some additional electronic functions for the engine.”



Haette ich 111.000$ in bar dabei gehabt, haette ich schon laengst fuer 109.000$ den Wagen gekauft und waere straight durch die huebsche Glasfront des Geschaefts davongebraust (die die Jungs dann mit den 2000$ Trinkgeld ersetzen koennten).
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Da ich aber keine 111.000$ habe und mir keine Glasscheiben aus dem Trinkgeld leisten kann, habe ich mir statt des Wagens einen Bumper Sticker (Heck-Stossstangenaufkleber) genommen, mit den Worten “My next car won’t have one of those” und einem roten Pfeil abwaerts zum Auspuff.


Schwimmtraining 18th November, 08
Lorena ist Schwimmerin. In ihrer Maedchenschule gibt es ein eigenes Schwimmteam - aufgeteilt in Pussies und Streber; man braucht nicht viel zu raten, um herauszufinden, in welcher Gruppe sich der faule Sack aufhaelt. Ich werde ganz offiziell zu einem Schwimmkurs eingeladen - dafuer gabelt mich Lorena um Punkt 7 vor meinem lauschigen Apartment auf und bringt mich zu jenem Starbucks, der nahe ihrer Schule liegt, und in dem ich unzaehlige Vormittage mit CSS, HTML, PHP und unserer neuen Website verbracht habe.

Who the fuck is kobe? Frechheit.

Die Lunchpakete von Lorena und ihrer Mama werde ich bald vermissen. Auch die neidischen Gesichter meiner Kaffeehauskollegen.
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Lorena stellt mich noch schnell einem ihrer Lehrer vor -
“Hello. I’m Toby.”
“Hello, I’m Mr. X. I was Lorenas summer school teacher.”
“Oh, right, I heard about you!”
Und das wars schon wieder . Kalifornischer Smalltalk auf Hochnieau.
Das Schwimmtraining beginnt auf dem Betonboden rund um den schuleigenen Pool herum. Ich komme mir etwas verloren vor, ein einer Schule voller Maedchen, waehrend ich auf der Reservebank meinen Arsch breitsitze, Papst Johannes Paul II’s “Liebe und Verantwortung” lese und mir dabei total katholisch vorkomme.
Das Training der Maedels ist unendlich weicheierhaft. Liegestuetz, Situps, Kniebeugen, Schubkarrenfahren - doch die Kinder schnaufen schon feste. Von hinten hoere ich Schluessel, schliesse die Augen - und als ich sie oeffne, steht ein Securityguard in seinen fruehen 50ern vor mir.
“You can’t be here. What are you doing here?”
“Oh, uhm..”, ja, was mache ich hier eigentlich? “I’m visiting my girlfriend who is in this swimming class.”
“Okay. We can’t have boyfriends, brothers or cousins hanging out here.. that’s a closed campus. Follow me to the parking lot.
Unter Hoeflichkeitsprotest der Maedchen ziehe ich von dannen und begebe mich auf den lauschigen Parkplatz zurueck. “Tooooby, I just died today! It was sooo hard, I can barely move!”
Lorena kommt mit breiten Beinen, wie nach einer Geschlechtsumwandlung mit Hodenimplantation, auf mich zugewackelt.
Was fuer ein Weichei. Die paar Liegestuetzen, und schon wollen alle den Suizid - sowas war bei meiner Schule Normalprogramm im Turnunterricht. Ausgemachtes Simulantenpack!
Der Bongzerstoerer, oder: Attentat auf Obonga 17th November, 08
Brad hat sich ne Mega-Bong gekauft. Blau-gedampftes Glas, wilde Muster im Inneren, und mindestens 40cm hoch. Wer da beim gemeinschaftlichen Weedverbrennen nicht high wird, hat einen Korken in der Luftroehre stecken. Kyle wohnt - das wissen nur Insider, wie ich jetzt einer bin - eigentlich einen Stock ueber dem Apartment von Brad, Geoff, Albert und Craig. Ein Laie wuerde zweifellos annehmen, Kyle wuerde mit den vier zusammen wohnen.
Sein Apartment ist mit einem riesigen grau-braun-gemusterten Teppich ausgelegt, dessen Flaum sich langsam abloest und zu widerwaertigen Knaeueln sammelt, von wachstumsgestoerten Schamhaarknaeln nicht zu unterscheiden. Diese Schamhaarknaeuel sind ueber das ganze Apartment verstreut, und teilen sich den Lebensraum in einer friedliebenden Symbiose mit Ascheresten, eingetrocknetem Bier und, seitdem ich mal vorbeigeschaut habe, mit einer Menge Popel.
Und als wir so herumhocken, strecke ich meine Arme muede nach hinten, verliere auf dem wackeligen Stuhl fuer eine Sekunde die Balance und kippe ein paar Zentimeter nach hinten. Ich sehe nur noch die entsetzten Gesichter meiner Roommates.
Ich habe die Bong umgeworfen, Obonga, der Obama unter den Bongs, hat ihren Anzuendstutzen verloren. Ein Attentat am zweiten Tag im Amt, das ist echt bitter.
“That’s gonna be like 100 bucks to repair..”
Kyle, Ben und ich fahren mit dem zerdepperten Kleinod nordwaerts, und landen schlussendlich in einem Bongladen, der wie eine fehlgeleitete Swarovski-Filiale wirkt. Hunderte von Bongs und Pfeifen, alle aus Kristallglas, von dem 10cm-Pfeifchen bis hin zur 2m hohen, erweiterbaren Baukasten-Bong findet man echt alles in phallusformiger Ausfertigung.
Der Verkaeufer begeldet die Reperatur mit 60$. Nochmal Schwein gehabt.
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Geoff, mein Roommate, lernt Deutsch in der UCLA. Seine letzte Hausaufgabe war nicht ganz so beruehmt - aber wenn ich mir vor Augen fuehre, dass er unsere durchaus schweinischen Konjugationsminenfelder erst seit einem Jahr durchforstet, bin ich schwer beeindruckt von dem schnellen Lernfortschritt.

Das abgefackelte Apartment 15th November, 08
Mein Roommate Geoff hat ein paar Fotos vom Apartment selbst knipsen koennen - mir wurde der Zugang unter “Bitte Nicht!”+Po;icy sozusagen verwehrt. Verstaendlich, dass die Bewohner nicht anderen eine Unterhaltung durch ihr Leid bescheren wollen…
So sieht das Apartment ueber dem unseren aus, das gestern durch eine Kerze Flammen fing.












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Dann etwas unglaubliches: Das Maedel, das ich am Vortag mit grauem Gesicht und zerschmolzenen Laptop gesehen habe, kommt mit ihrem iBook hereinspaziert - und obwohl das Case kompletter Weichkaese geworden ist, funktioniert der Laptop inklusive Bildschirm immer noch.


Brennheisses Massage-Equipment 13th November, 08
In einem jener lauschigen Elektronik-Wohlfuehllaeden finde ich das laecherlichste aller Massagegeraete.
Nein, kein phallusformiger Dildo-Abklatsch, mit dem man sich die Schultern massieren soll. Nein, kein gigantomatischer Sessel, der von aufblasbaren Baelgen rund um die Fuesse bis zu Unterarmmassage und Vibrationsmodus alles zu bieten hat, was der moderne Shiatsu-erleuchtete Mann sich vorstellen kann.
Was ich hinter eine Theke versteckt am letzten Eck des Geschaefts vorfinde, uebertrifft alle meine perversen Erwartungen: Ein elektronischer Reitstuhl. Vier verschiedene Geschwindigkeiten, violetter Sitzpolster, vorne und hinten ein Buegel zum Festhalten. Die ruckartigen vorwaerts-ruckwaerts-Bewegungen erinnern einen entfernt an Dinge wie
- Den Lachs in den Kamin haengen
- Den Braten in den Ofen schieben
- Das Surfbrett wachsen
- Die Dielen schrubben
- Palmwedeln
- Ein stoerrisches Stueck Stoff ordentlich buegeln
- Den Nagel in das Brett treiben
- Die Wurst in das Hotdog stecken dass das Ketchup nur so spritzt
Speziell erinnert es mich an jene vorhergegangenen, alltaeglichen Taetigkeiten, als ich neben mir eine aeltere Dame in Burgerking-Figur sehe und prompt das Geraet empfehle. Ich weise sie auf die besonderen Fitnessvorteile in Bauch- und Beckengegend hin - und muss eine Minute spaeter entsetzt feststellen, dass sie doch tatsaechlich in Reiterstellung hinter der Theke auf- und abhuepft. Rechts ein Werbebild des Reitomaten fuer angehende Pornostars.
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Als ich dann von Lorena abgesetzt werde, blockieren Polizeiautos meine Strasse. Ich nehme den Laptop unter den Arm und gehe, parallel zum UCLA-Campusgelaende, die Strasse abwaerts, in Richtung Stonerbude.
Ein Feuerwehrtruck. Genau vor unserem Haus. Flutlicht auf die Fassade mit dem Balkon. Scheisse.
Unser Apartment ist sicher abgebrannt… und jetzt muss ich mir einen neuen Pass im Konsulat holen, neue Kleidung kaufen. Und was wird aus meinen Roommates?
Doch es ist wieder genau dasselbe wie das letzte Mal, als ich ein Feuerwehrauto vor meinem Schlafplatz sah - es hat einen Nachbarn getroffen. (The fire next door in Montreal) Diesmal das Apartment ueber uns - eine zurueckgelassene Kerze zuendete das Wohnzimmer an, jemand aus den Internatsgebaeuden der UCLA hat das Feuer gemeldet, die Feuerwehr schlug ein riesiges Loch in das Dach, und konnte das Feuer loeschen, bevor es sich z.B. durch den Boden fressen konnte und unser Apartment angezuendet haette.

In der Mitte sieht man einen Muellcontainer voll verkokelter Ueberreste, und zwei angebrannte Matratzen daneben
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Als ich im Badezimmer stehe und mir die Zehennaegel mit einem ueberdimensionierten Nagelschneider (den ich auf einer dreckigen Ablage gefunden habe) schneide, kommt ein Maedchen ans Waschbecken. Ihr Gesicht ist grau, ihre Haende schwarz - sie hatte die Kerze brennen lassen. Traumatisiert, irgendwo zwischen verzweifelt ueber die Folgen und belustigt von der eigenen Dummheit, versucht sie sich den Russ von den Haenden zu waschen. Ohne Erfolg.
Mein Pass ist zumindest noch da, und ich hatte mal wieder extremes Glueck im Unglueck. Kerzen ausblasen, wenn ihr einkaufen geht, Kinder!

Die Couch gleicht eher einer Lagerfeuerstaette - und stinkt wie verbrannte Schamhaare

INCENDIO! Burnt Apple Ibook™ - ein verkokeltes, geschmolzenes Ibook lag geschickterweise im Wohnzimmer. Huebsch anzusehen: Der uebriggebliebene Stecker, der sich ins Gehaeuse geschmolzen hat (links unten)
Fette Party in der Stonerbude 11th November, 08
“Hey, what do you think of that?”, fragt mich ein unbekannter Dude, der aus irgendeinem Grund am Sofa sitzt. Ich sehe auf seinen Laptopbildschirm. Ein Flyer, gestaltet in Word. Schnoerkelschrift und einfaerbige Stencil-Grafik eines kleinen Jungen, der am Ruecken liegt. PARTY TONIGHT, steht drauf.
“What do you think about it?”
“Hm, I am not sure about the little boy.” Er sieht mich etwas verwundert an und zeigt mir die Grafik ohne Ueberarbeitung - eine geile Schnitte, die am Strand liegt, an den interessanten Stellen nur von Sand bedeckt.
“Oh, that’s better now. If that girl comes to the party, I’ll definately be there..”
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Seitdem ich hier wohne - ueber eine Woche schon - hat sich vieles veraendert. Saubere Dusche, saubere Kueche, alles ist etwas ordentlicher geworden. Ich als Putzfrau habe zum Fruehstueck immer irgendwelche Fruity Loops geklaut, und das schlechte Gewissen sitzt mir seitdem im Genick - also beschliesse ich, der Gemeinsamschaft mein gestohlenes Gut zurueckzuerstatten - und gehe einkaufen. Am Rueckweg denke ich mir, “Hey, ich koennte einfach durch das Unigelaende abkuerzen, die Strassen darin sind bestimmt durchgehend…”
Ui, Fehler, Gschissener.
Ich finde mich ploetzlich in einem Hof wieder, der keinen Ausgang ausser die Flucht nach hinten bietet - oder einen unbewachten Hintereingang. “No Trespassing” steht gross auf der Tuer, und “Entry prohibited”, doch sie oeffnet sich von alleine, und ich watschle mit meinen vollen Einkkaufssackerln in einen Medizin-Trakt. Schnell wird mir klar, dass ich mich in einem echten Krankenhaus befinde und mich nun ewig langen Gaengen mit unbekannter Richtung stellen muss. Alle Exits sind mit diesen gefinkelten Oeffnungssystemen versehen, die gut und gerne einen Feueralarm bei Betaetigung ausloesen koennten.
Ein Blick an die Wand laesst es mir mulmig werden.
Neuro-Psychiatric Tract.
Ein Paar kommt mir entgegen - eine kleine Frau, die einen grossen Mann stuetzt. Um die 60, in einem Krankenhaus-Patientenkittel, mit einem breiten Lederguertel um die Brust. Psychiatrische Anstalt. “This guy, we should follow this guy.”, sagt er und lacht. Ich lache huestelnd und spuere, wie mir der Horror ins Gesicht geschrieben steht. Nichts wie raus hier.
Ich entdecke eine Aerztin, die gerade eine Exit-Tuer geoeffnet hat, und schlittere hinter ihr in die Freiheit. Im weiteren, 20-minuetigen Weg ueber den halben Campus wird das Bild der gigantischen UCLA immer deutlicher - absolut kein Vergleich mit unseren 4-Gebaeude-Unis. Unis in den USA sind typischerweise kleine Staedte.
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Abends, also ich mit Lorena, Eurie und einem weiteren Maedel huckepack antanze, traue ich meinen Augen nicht: Erstmal ist die Party noch sowas von nicht im Gange, aber vielmehr ist ploetzlich der ganze Boden staubgesaugt, der Muell verschwunden, die Tische leer und aufgeraeumt… als waere ich in einer anderen Welt gelandet. Es wurde Bierpong gespielt, es wurde sich aufgefuehrt, Wii-Bowling gespielt (mit dem Wii spielen ist eine so un-nerdige Konsolenspielerfahrung wie nur damals Mario mit dem Nintendo 64) und im Allgemeinen wurde grosser Nutzen von einer Badewanne voll Eis und Bier gemacht.
Mein persoenliches Partyhighlight war ohne Zweifel jener Kerl mit schulterlangem Haar und gestreiftem Shirt, der sich als erster mit einem fremden Maedel auffuehrte, dann bewies, dass er sich diesen Mut offensichtlich angetrunken hatte und prompt auf der Couch einschlief. Gut, dass er nicht an dem Ende der Couch einschlief, das ich zu meiner Schlafstaette erkoren habe, sondern am gegenueberliegenden - denn nach einer Weile hatte er einen handfesten, feuchten Traum und pullerte sich seine Hosen, sein T-Shirt bis zum Bauchnabel und seine Haende, die er in seinen Unterhosen hatte, komplett von oben bis unten voll. Ich habe in meinem Leben noch keinen so grossen Pissfleck gesehen.
Waehrend ich diesen Blogpost schreibe, sitzt der freudige Pinkelbruder zwei Meter von mir entfernt und raucht Weed.
Hoffentlich kommt er nicht drauf, dass diese symbolische Grafik rechts eigentlich Bezug auf ihn nimmt…
Start Slide Show with PicLens LiteFotos vom Election Day und anderen Jubelfesten 10th November, 08

Lorenas Papa hat eine Art Orgel gekauft (er repariert hobbymaessig Uhren und Instrumente / erzeugt Schmuck) - als ich dem starken Liefermann helfe, die Box in die Garage zu laden und aufzustellen, habe ich eher den Eindruck, dass der Inhalt purer Granit ist. Wenn ich in 60 Jahren Rheuma bekomme, weiss ich, wieso.

Blick von Lorenas Dach

Century City und Westwood

Erst mal weg mit der Matte…

Dann Gesicht anmalen, in einem Anfall von Metrosexualitaet die Haare dauerhaft faerben und die Werbetrommel ruehren..

BAEM!

Zwei Groupies und ein Rockstar

Ich, der chillige Penner und Eurie
FUCK 9th November, 08
fuck, fuck, fuck…
NO on H8 & Pilgrimage 8th November, 08
Ihr erinnert euch an die “No on 8″- und “Yes on 8″-Kampagne? Scheinbar war das Budget der No-Sager groesser, ich sah zumindest mehr Proteste gegen Proposition 8 als Unterstuetzer.
Turns out, dass das Budget diesmal keine Rolle spielte - denn 52% der Kalifornier waren Pro-8, stimmten als fuer ein Verbot der vor kurzem eingefuehrten Gay Marriage.
Und auch wenn noch 3 Millionen Briefwahl-Stimmzettel gezaehlt werden muessen, scheint das Ergebnis festzustehen. Doch nichts ist unanfechtbar, und als ich mit Lorena zu ihrem Haus fahre, begegnen uns Schlangen von Polizeimotorraedern, Reihen von Polizeiwaegen parken in Westwood, mit entspannt laechelnden Polizisten davor. Der Grund des aussergewoehnlichen Polizeiaufgebots in so einer ruhig-friedlichen Nachbarschaft: Eine Demonstration gegen die Entscheidung der Kalifornier. No on Hate.
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Weshalb die Demo gerade in Westwood ist? Wegen dem Mormonentempel, der grosse Unterstuetzung in Sachen Einfluss und Geldmittel an die Anti-Gay-Marriager lieferte.
Los Angeles Times Photo Gallery - Protestant steht auf Polizeiauto
Am naechsten Tag in der Pharmazie raunzte eine alte Frau durchgehend, wie die Demonstranten gewalttaetig wurden und zu randalieren begannen bzw. sich mit Pro-8-Gegendemonstranten pruegelten. Nettes Polizeiaufgebot.

Direkt vor Lorenas Haus


Der Mormon-Temple at Westwood

“Wir sind schon den ganzen Tag da”, sagt der Officer.

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Spaeter fahren wir zu einer Praesentation von Lorenas Schwester Christina, die ueber ihre Pilger-Erfahrung Santiago de Compostela in Spanien handelt. Sie ging aus einem aehnlichen Grund auf die Pilgerfahrt, aus dem ich unter anderem meinen Auslandszivildienst mache: Neugierde.
Ihrer Erzaehlung nach scheint der 40-Tage-Wanderweg eine sehr coole Strecke zu sein, auf der man allerhand verrueckte Leute trifft. Christina beschreibt eine Selbstfindungs-Erfahrung durch das lange Latschen, und ich fuehle mich an meinen Auslandszivildienst erinnert - man erlebt so viel ungewohntes, dass man neben einer neuen Kultur und einem neuen Land auch noch sich selbst entdeckt.
Jetzt bin ich schon 8 Monate “drueben”, und kann mir gar nicht richtig vorstellen, wieder zurueck nach Oesterreich zu gehen… werd ich aber. Zumindest auf ein Wiener Schnitzel mit Pommes Frittes und Cola.

Der Vortrag war in einer geilen Uni, die mich mit einer gewaltigen Halle voller echter Baeume in ihren Bann gezogen hat: LMU - Loyola Marymount University.
Wer hier vorbeischauen will, sollte nicht vergessen, in der Cafetaria einen Juice der Marke Naked zu kaufen.
“Can you get naked for me?”
“I’ll get naked for you.”
“If you give me fourty bucks, I’ll get naked for everybody in the room.”
“I think we both should get naked now, because our noodles are so hot.”
…
He just pulled his underwear out of his pants! 8th November, 08
Ich liege mit Lorena im Kofferraum ihres Minivans - die letzte Couch, auf der wir das machen koennen, was verliebte Paerchen auf Couches ueblicherweise tun: UNO mit imaginaeren Freunden spielen und Kamillentee trinken. Bei Lorena zu Hause koennen wir das nicht machen, da gaebe es naemlich eine eifersuechtige Schwester.
Das Handy klingelt. Ich wache in einem Stapel von UNO-Karten auf, mein rechtes Bein komplett uebergossen mit eingetrocknetem Kamillentee, und Papa Baer sitzt lachend neben mir, waehrend die Schildkroete Freddy gerade Salat zum Abendessen schnabuliert.
“FUCK!”, stoert Lorena meine aufgedunsenen Hirngespinste! “FUCK! It’s 2:18!”
Curfew Time ist ueblicherweise 11 Uhr Abends - und jetzt ist es ploetzlich 2 Uhr frueh. Wir rasen nach Hause, nicht mal Zeit bleibt, Unterhosen anzuziehen. Sie laeuft ins Haus, tischt irgendeine Luege von wegen zwei Kinofilmen auf einmal ab, und rennt wieder zurueck zum Auto, um mich abzusetzen.
Nachdem wir unsere Alibis aufeinander abgestimmt haben, trage ich den Laptop wie ueblich zurueck in meine Stonerbude, ohne Unterhosen um die Lenden zu haben. Das Wohnzimmer ist hell erleuchtet, jedoch leer. Als ich den Laptop einstecke, steht jemand vor mir.
“Hey..”
“Hey!”
“Who are you? I haven’t seen you before, man!”
“Hey dude, I’m Toby!..”
Ich realisiere, dass sich meine Boxershort durch Zufall in Oberschenkel-Gegend befindet und ziehe sie aus dem Hosenbein heraus.
“What the fuck! DUDE! How the fuck did you just do that?!”
“What?”
“Pulling your fucking underwear out of your pants!”, meint der Stoner, heftig erschuettert und noch wankend von meinem perfekten Zaubertrick.
“Well, sometimes you just have to do what you have to do..”
Er laeuft auf den Balkon. Als ich pissen gehen will, hoere ich von draussen
“Seriously, he just pulled his underwear .. I mean, thats fucking like in a comic! A toon! So unreal man! But if there’s one thing in this world that I have to stand for, then I stand for him pulling his underwear out of his pants!”
Als ich den Balkon betrete, meint Albert (mein Roommate), ob das eine Pickup-Line ist.
“Hey, hi, my name is Toby” - und zack, ziehe ich meine Unterhose aus meinem Hosenbein. Das laesst die Ladies sicher schmelzen…
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Es ist 3 in der Frueh, ich esse trockene Tortillas und bin umgeben von Pilzen und Konversationen ueber kackefressende Gorillas, Fortpflanzungstheorie, den Sinn des Lebens und In-den-Affenkaefig-im-Zoo-Springer, die ihre Ohren von den Viechern abgebissen bekommen. Typisch Absturzwohnung eben.
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